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Ehrenamtlich eine rechtliche Betreuung zu führen bedeutet nicht nur für eine hilfsbedürftige Person Unterstützung und Fürsorge, sie ist auch eine verantwortungsvolle und wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Sie bei dieser anspruchsvollen Tätigkeit zu unterstützen ist für uns selbstverständlich.

Rechtliche Betreuung – gesetzliche Vertretung von Menschen, die aufgrund Behinderung oder Krankheit ihre Angelegenheiten nicht, oder nicht mehr selbst regeln können. Die Bestellung eines Betreuers hat prinzipiell keine Auswirkungen auf die Geschäftsfähigkeit des Betreuten. Betreuer werden von den Betreuungsgerichten kontrolliert. Hilfe erhalten Betreute oder Angehörige bei Rechtsanwälten, Betreuungsvereinen oder von Betreuungsbehörden der Landkreise.

„Die gesetzliche Betreuung ist nicht zu verwechseln mit der begleitenden Betreuung im Sinne von Begleitung und Fürsorge. Die gesetzliche Betreuung hat die Aufgabe, im Rahmen seines Aufgabenkreises die Angelegenheiten des Betreuten zu besorgen und diesen gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten. Rechtshandlungen des Betreuers erfolgen also im Namen des Betreuten (§ 164 BGB).“
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Der Betreuungsverein informiert auch interessierte Bürger zu den Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung. Die Kernpunkte des geänderten Betreuungsgesetzes seit Juli 2005 sind die Stärkung der Vorsorgevollmachten mit dem Ziel der Betreuungsvermeidung, die Stärkung des Ehrenamtes und die Verbesserung der Qualität im Betreuungswesen. Der Betreuungsverein informiert daher verstärkt planmäßig in Einzelgesprächen oder zu Informationsveranstaltungen über die Bedeutung der Vorsorgevollmacht im Vergleich zur rechtlichen Betreuung. Die Nachfrage nach Aufklärung zu diesem Thema ist groß. Wenn eine erwachsene Person durch Unfall, Krankheit oder wegen einer Behinderung seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann und rechtsverbindliche Entscheidungen gefordert werden, ist ein gesetzlicher Vertreter nötig. Auch Ehepartner dürfen dann nicht ohne Vollmacht handeln. Im Betreuungsverein kann jeder Bürger die gewünschten Informationen zur Errichtung einer Vollmacht erhalten (keine Rechtsberatung).